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Fokussierte Stosswellentherapie

GESCHICHTE DER STOSSWELLENTHERAPIE

Seit Anfang der 90-er Jahre wird die Stosswellentherapie in der Orthopädie eingesetzt. Ursprünglich wurde diese Art der Behandlung vor über 20 Jahren in der Urologie erstmals zur „Zertrümmerung“ von Nieren- und Harnleitersteinen eingeführt. Durch Zufall wurde dann die Wirksamkeit der Stosswellen auf Knochengewebe entdeckt, indem Pseudarthrosen (= „Falschgelenkbildung“) mittels Stoßwellen zur endgültigen Knochendurchbauung angeregt wurden. Da es sich hierbei um eine Stimulation von Knochengewebe handelt, musste also außer einer rein mechanischen noch eine andere Wirkung der Stosswellen vorhanden sein. 

In der Folgezeit wurde systematisch und intensiv nach diesen weiteren Wirkungen geforscht, so dass heute mehr über deren biologische Wirkung bekannt ist.

 

FUNKTIONSWEISE DER STOSSWELLENTHERAPIE

Nach dem piezoelektrischen Prinzip werden extrakorporal, d. h. außerhalb des Körpers Schallwellen mit hoher (für tieferliegende Gewebe) und niedriger Energie (für oberflächliche Gewebe) und extrem kurzer Dauer erzeugt und über Gelkissen und Ultraschallgel an den Körper angekoppelt. Die Stärke dieser kurzen Impulse wird dabei physikalisch als Energieflussdichte (mJ/mm2) angegeben. Um eine größtmögliche Wirkung zu erzielen muss die Stosswelle in der Tiefe des zu behandelnden Gewebes gebündelt auftreffen (sogenannte fokusierte Stosswellen). In den Körper eingebracht, wird die Energie der Stosswelle freigesetzt sobald sie auf die Grenze von Geweben mit unterschiedlichem akustischen Widerstand (Grenze zwischen Knochen- und Weichteilgewebe sowie zwischen Kalk- und Weichteilgewebe) trifft. Gewebearten mit ähnlichen akustischen Eigenschaften wie Wasser durchdringt die Stosswelle ohne schädigenden Einfluss (Haut, Muskulatur, Fett etc.).

 

INDIKATIONEN

Nach vorliegenden Erhebungen für die radiale extrakorporale Stoßwellentherapie lassen sich bei den typischen Indikationen in ca. 70 bis 90 % der Fälle langfristig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen:

  • Tennis- und Golferellenbogen (Epicondylopathia radialis/ulnaris)
  • Chronische Schultersehnenbeschwerden mit und ohne Verkalkungen (Impingement-Syndrom/Tendinosis calcarea)
  • Fersensporn (Fasziitis plantaris)
  • Patellaspitzensyndrom
  • Tibiakantensyndrom
  • Chronische Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie)
  • Schmerzhafte Sehnenentzündungen am Hüftkamm (Bursitis trochanterica)
  • Chronische Schmerzen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich (Myofasziale Schmerzsyndrome)